Stadtlabor „Zukunfts.Werk.Stadt“ in Menden: Betrieb endet am bisherigen Standort, Angebote gehen weiter

Mit dem Auslaufen der Förderung im Rahmen des Modellprojekts Smart City endet der Betrieb des Stadtlabors „Zukunfts.Werk.Stadt“ in Menden am bisherigen Standort. Die dort entwickelten Angebote sollen jedoch weitergeführt werden. Auch ein Teil der eingesetzten Technik bekommt an neuer Stelle eine Heimat.
Mehr als 3.300 Besucherinnen und Besucher nahmen in den vergangenen Jahren an über 135 verschiedenen Kursen, Workshops und Veranstaltungen in der Zukunfts.Werk.Stadt teil. Das Stadtlabor war damit ein Ort für digitale Bildung, neue Technologien und gemeinsame Erlebnisse.
Digitale Bildung für verschiedene Altersgruppen
Seit ihrer Eröffnung entwickelte sich die Zukunfts.Werk.Stadt zu einem Treffpunkt für Menschen unterschiedlicher Generationen. Auf dem Programm standen unter anderem Angebote zu Künstlicher Intelligenz, Virtual Reality, Programmierung und 3D-Druck. Zu den Teilnehmenden gehörten Schulklassen, Vereine sowie Einzelpersonen. Auch Familien und Eltern nutzten die Angebote.
Besonders deutlich wurde der generationenübergreifende Ansatz bei der Veranstaltung „Kunst trifft KI“ mit dem Mendener Künstler Season. Dort erlebten Menschen im Alter von sieben bis über 80 Jahren gemeinsam, wie Kunst und Künstliche Intelligenz zusammenwirken können. Das Stadtlabor war dabei bis auf den letzten Platz gefüllt.
Auch der Digitaltag 2025 zeigte laut Mitteilung, wie spielerisch digitale Technologien vermittelt werden können. Genannt werden dabei Musikmachen und Videospiele steuern mit Obst, ein sprechender und tanzender Roboter sowie ein 3D-Drucker, der Figuren aus Schokolade fertigte.
Angebote ziehen in den Hönnetreff um
Mit dem Ende der Förderung soll die digitale Bildungsarbeit in Menden weitergehen. Ein festes Angebot bleibt die Smartphone-Sprechstunde für Seniorinnen und Senioren. Sie findet weiterhin jeden ersten Dienstag im Monat von 10 bis 12 Uhr statt und wird künftig im Hönnetreff fortgeführt. Dort stehen Christiane Meißner, ihre Internetlotsen und das Team der mendigital den Teilnehmenden mit Rat und Tat zur Seite.
Auch ein Teil der Ausstattung der Zukunfts.Werk.Stadt bleibt erhalten. Neben dem 3D-Drucker geht auch ein Großteil des Mobiliars in den Hönnetreff über. Beides soll dort weiterhin für Bildungsangebote, zum Ausprobieren und für gemeinsame Projekte zur Verfügung stehen.
Teil des Smart-City-Modellprojekts
Die Zukunfts.Werk.Stadt war Teil des Modellprojekts Smart City der Stadt Menden. Gefördert wurde es durch das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) und die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Ziel war es, digitale Entwicklungen für die Menschen vor Ort verständlich, erlebbar und nutzbar zu machen.
Die Stadt Menden und die mendigital GmbH bedanken sich bei allen Schulen, Vereinen, Familien, Seniorinnen und Senioren sowie allen Bürgerinnen und Bürgern, die die Zukunfts.Werk.Stadt besucht und mit Leben gefüllt haben. Nach Angaben der Mitteilung bleibt damit die Idee bestehen, digitale Bildung, Begegnung und gemeinsames Lernen in Menden auch künftig zu verankern.