Mindener Bildungskonferenz stellt psychische Gesundheit junger Menschen in den Mittelpunkt

Die Bildungskonferenz der Stadt Minden nahm am 10. Oktober psychische Gesundheit, digitale Lebenswelten und die Bedürfnisse junger Menschen in den Blick.

Von Redaktion Minden2 Min. Lesezeit

Wie können Kinder und Jugendliche in einer Weltexterner Link, öffnet ein neues Fenster voller Reize und wachsender Anforderungen gesund aufwachsen? Mit dieser Frage beschäftigte sich die 5. Bildungskonferenz der Stadt Minden am 10. Oktober in der PRIMUS-Schule. Drei Jahre nach der vorherigen Konferenz standen die psychische Gesundheit und die Stärkung junger Menschen im Mittelpunkt.

Eingeladen waren Akteurinnen und Akteure der Mindener Bildungslandschaft, Schülerinnen und Schüler sowie weitere Interessierte. Die städtische „Arbeitsgruppe Bildung“ verband fachliche Vorträge und praxisbezogene Workshops mit Gelegenheit zum Austausch.

Junge Menschen und ihre Erfahrungen einbeziehen

Den Auftakt bildete der Vortrag „Uns geht’s gut?“ von Lilli Berthold, stellvertretende Generalsekretärin der Bundesschülerkonferenz. Sie rückte die Sicht junger Menschen auf ihre mentale Gesundheit in den Mittelpunkt. In einem Workshop vertieften Berthold und Erik Sczygiol, ebenfalls von der Bundesschülerkonferenz, Fragen zu Stress, Leistungsdruck und möglichen Warnsignalen im Schulalltag.

Interviews mit jungen Menschen aus Minden zeigten, was sie nach eigener Aussage für ein gesundes Aufwachsen brauchen. Genannt wurden unter anderem mehr Freizeitangebote und Orte zum Entspannen, mehr Sicherheit am ZOB und im Glacis sowie bessere Busverbindungen.

Digitale Lebenswelten und Resilienz

In zwei Workshoprunden befassten sich die Teilnehmenden mit insgesamt 14 Themen. Mehrere Angebote widmeten sich dem Umgang mit digitalen Medien. Fabian Scheck, Initiator des österreichischen Handyexperiments, stellte unter dem Titel „Sei selber smart!“ Erfahrungen mit veränderten Smartphonegewohnheiten vor. Weitere Workshops behandelten digitalen Kinderschutz, mögliche Auswirkungen sozialer Medien auf die psychische Entwicklung und Handlungsmöglichkeiten gegen Hass im Netz.

Weitere Angebote befassten sich damit, wie Kinder und Jugendliche Selbstvertrauen entwickeln, Gefühle verstehen und Grenzen setzen können. Die Themen reichten von der Arbeit in Kitas und der Begleitung in der Pubertät bis zu kultureller Bildung und Erlebnispädagogik. Auch Ernährung, Bewegung, Naturerfahrungen, naturnahe Schulhöfe und das Philosophieren mit Kindern kamen zur Sprache. Ein Workshop widmete sich sogenannten Young Carern, die regelmäßig Pflege- und Unterstützungsaufgaben in ihren Familien übernehmen, und stellte Unterstützungsmöglichkeiten vor.

Theaterbeitrag zum Abschluss

Zum Abschluss zeigte der Jugendclub „Dramazone Prime“ des Stadttheaters Minden einen Ausschnitt aus „Liebes Tagebuch“. Unter der Leitung von Viola Schneider setzten sich die jungen Schauspielerinnen und Schauspieler mit Druck, Mobbing und Feminismus auseinander.

Nach Angaben der Stadt soll ein Video des Eingangsvortrags sowie mehrere Präsentationen aus den Workshops auf der Internetseite der Stadt Minden zu Bildungsangebotenexterner Link, öffnet ein neues Fenster abrufbar sein. Die Konferenz sollte Anregungen für die Bildungsarbeit geben und dazu beitragen, Belastungen frühzeitig zu erkennen sowie unterstützende Bedingungen für ein gesundes Aufwachsen zu stärken.

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