Plauderbank in Moers: Gespräche an vier Standorten
Moers. Ein freundliches „Guten Morgen!“ kann in Scherpenberg schnell der Auftakt für ein längeres Gespräch sein. Dort ist die „Plauderbank“ nach Angaben der Beteiligten regelmäßig gut besucht. Passantinnen und Passanten bleiben stehen, fragen neugierig nach dem Angebot und kommen ins Gespräch, berichtet Anke Sczesny von der Freiwilligenzentrale Moers.
Die Plauderbank richtet sich besonders an Menschen ab 60 Jahren, steht aber allen Altersgruppen offen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Natalie Valera, Fachbereichsleiterin Soziales, Senioren und Wohnen, betont: „Die Plauderbank ist kein Beratungsangebot und keine therapeutische Gesprächsrunde. Im Mittelpunkt steht die Begegnung. Wer Lust auf einen Austausch hat, kann vorbeikommen.“
Treffpunkte und Zeiten
Geplaudert wird an vier Orten in Moers: montags im Forum Hülsdonk, Schwanenring 5, von 15 bis 16.30 Uhr, dienstags an der Evangelischen Kirchengemeinde Scherpenberg, Homberger Straße 350, von 10 bis 12 Uhr, donnerstags im vhs/Hanns-Dieter-Hüsch-Bildungszentrum, Wilhelm-Schroeder-Straße 10, von 10 bis 12 Uhr sowie freitags im Seniorenbüro Repelen, Markt 5, von 10 bis 12 Uhr.
Die Fachstelle Leben im Alter der Stadt Moers organisiert die Aktion gemeinsam mit der Freiwilligenzentrale Moers der Grafschafter Diakonie sowie mit Vereinen, Organisationen und Wohlfahrtsverbänden aus Moers.
Gespräche ohne feste Vorgabe
Nach dem Start war die Resonanz für die ehrenamtlich Engagierten zunächst eine kleine Überraschung. Inzwischen entwickeln sich die Gespräche meist ganz ungezwungen. Häufig steht am Anfang die Frage, was die Plauderbank eigentlich ist und wer mitmachen kann. Danach geht es um alltägliche Dinge, gemeinsame Interessen oder einfach um das, was gerade beschäftigt. Wenn weitere Menschen dazukommen, wird aus einem Zweiergespräch nicht selten eine kleine Runde.
Bei schlechtem Wetter wird an den anderen Standorten kurzerhand drinnen weitergeplaudert. Die Standorte und Zeiten werden zunächst erprobt. Wo das Angebot besonders gut angenommen wird, soll es entsprechend weiterentwickelt werden.
Mitmachen im Stadtteil
Auch wer selbst gerne zuhört und mit Menschen ins Gespräch kommt, kann sich beteiligen. Valerie Carré von der Fachstelle Leben im Alter sagt: „Ehrenamtliche entscheiden selbst, wie viel Zeit sie einbringen möchten.“