Trauerhalle auf Recklinghäuser Bergfriedhof soll ab Beginn der Heizperiode 2026 schließen

Recklinghausen gibt die Trauerhalle am Bergfriedhof wegen hoher Sanierungskosten und geringer Nutzung vor der Heizperiode 2026 auf. Als Alternativen sind die St.-Suitbert-Kirche und eine Überdachung geplant.

Von Redaktion Recklinghausen1 Min. Lesezeit

Die Trauerhalle auf dem Bergfriedhof in Recklinghausen, Jostesstraße 31, soll zu Beginn der Heizperiode 2026 nicht mehr genutzt werden. Der Betriebsausschuss KSR beschloss die Aufgabe der Halle am Mittwoch, 14. Oktober. Als Gründe nennt die Stadt hohe Sanierungskosten und die geringe Zahl an Trauerfeiern.

Undichte Heizungsleitungen verursachten in der Vergangenheit Wasserschäden. 2025 fiel die Heizungsanlage vollständig aus; eine Reparatur ist wegen ihres Alters und Zustands nicht mehr möglich. Auch das Dach muss in absehbarer Zeit vollständig erneuert werden. Die erforderlichen Sanierungen werden derzeit auf mehr als 500.000 Euro geschätzt.

Im vergangenen Winter wurde die Halle mit Heizlüftern und einer Elektroheizung beheizt. Wegen der hohen Stromkosten soll der Betrieb vor der nächsten Heizperiode eingestellt werden. Hinzu kommt die geringe Nutzung: 2025 fanden dort 20 Trauerfeiern statt – weniger als die Hälfte der Bestattungen auf dem Bergfriedhof im selben Zeitraum.

Kirche und Überdachung als Alternativen

Die nahe gelegene St.-Suitbert-Kirche wurde bereits für einen Teil der katholischen Gottesdienste mit anschließender Bestattung auf dem Bergfriedhof genutzt. Die Propsteipfarrei St. Peter hat sich bereit erklärt, die Kirche künftig für sämtliche christlichen Abschiedsfeiern zu öffnen.

Außerdem planen die Kommunalen Servicebetriebe Recklinghausen, möglichst zeitnah im Eingangsbereich des Friedhofs eine Überdachung zu errichten. Sie soll kostenlos für Trauerfeiern und als Startpunkt für Bestattungen genutzt werden können.

Darüber hinaus ist vorgesehen, sämtliche Friedhofsgebäude aufzugeben und an anderer Stelle des Friedhofs neue Lagerräume einzurichten. Dort soll auch ein barrierefreies öffentliches Unisex-WC entstehen, das zugleich als öffentliche WC-Anlage für den Stadtteil Hochlar dienen soll. Die bisherige öffentliche WC-Anlage soll bis zur Fertigstellung der neuen in Betrieb bleiben.

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