„What Lies Below Is Another Above“ in der Kunsthalle Recklinghausen
Ausstellung mit Arbeiten der Villa-Romana-Preisträger*innen (2023–2025) – Oberfläche und Untergrund im Fokus
Die Kunsthalle Recklinghausen eröffnet am Samstag, 12. September, um 17 Uhr die Ausstellung „What Lies Below Is Another Above“. Zu sehen sind Arbeiten der Villa-Romana-Preisträger*innen der Jahre 2023 bis 2025. Im Anschluss ist die Ausstellung von Sonntag, 13. September, bis Sonntag, 22. November, geöffnet.
Zur Eröffnung sprechen Bürgermeister Axel Tschersich, Dr. Nico Anklam, Direktor der Museen der Stadt Recklinghausen, Dr. Elena Agudio, Direktorin der Villa Romana in Florenz, sowie Mistura Allison, Kuratorin und Projektkoordinatorin der Villa Romana.
Thema von Oberfläche und Untergrund
Im Zentrum der Ausstellung steht das Verhältnis von Oberfläche und Untergrund. Unter dem Titel „What Lies Below Is Another Above“ versammeln sich unterschiedliche künstlerische Positionen, die sich mit Landschaft, Erinnerung, Migration, Arbeit, Ökologie und verdrängten Geschichten befassen. Dabei greifen die Arbeiten unter anderem mündliche Überlieferungen und Archive, Rituale, Klang, Landwirtschaft und Industrie auf. Das Ruhrgebiet bildet einen wichtigen Bezugspunkt.
Der Bergbau hat die Landschaft, die Städte und die Lebensbedingungen der Region tief geprägt. Unterirdische Stollen und stillgelegte Infrastrukturen verweisen ebenso auf diese Geschichte wie auf Erfahrungen von Arbeit, Migration, Klassenkampf und gesellschaftlichem Wandel. Die Ausstellung verbindet diese Spuren mit künstlerischen Perspektiven aus verschiedenen geografischen, sprachlichen und politischen Kontexten.
Auch der Ausstellungsort selbst knüpft an das Thema an: Die Kunsthalle in Recklinghausen entstand nach dem Zweiten Weltkrieg aus einem ehemaligen Luftschutzbunker. Das Gebäude trägt damit eine eigene Geschichte von Untergrund, Schutzraum und kultureller Neunutzung in sich.
Teil eines Austauschprojekts
Kuratiert wird die Ausstellung von Dr. Elena Agudio und Mistura Allison von der Villa Romana. Sie ist das zweite Kapitel des gemeinsamen Projekts „Mutual Presence“ der Villa Romana in Florenz und der Kunsthalle Recklinghausen. Das Austauschprojekt verbindet zwei traditionsreiche Kunstpreise: den Villa-Romana-Preis, der seit 1905 vergeben wird, und den Recklinghäuser Kunstpreis „junger westen“, der 1948 als erster kommunaler Kunstpreis der Nachkriegszeit ins Leben gerufen wurde.
Den Auftakt zu „Mutual Presence“ bildete die Ausstellung „Tales of Traces, Stones and Moonlight.“ in der Villa Romana in Florenz. Dort waren vom 6. Juni bis 31. Juli dieses Jahres Arbeiten der drei jüngsten Preisträger*innen des Kunstpreises „junger westen“ zu sehen.
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