Niederkrüchten unterzeichnet „Charta zur Vereinbarkeit von Beruf & Pflege“

Gemeinde will Beschäftigte mit Pflegeverantwortung unterstützen; am 6. November folgt eine Veranstaltung zum Thema

Unterzeichnung der „Charta zur Vereinbarkeit von Beruf & Pflege in Nordrhein-Westfalen“ durch die Gemeinde Niederkrüchten.
Gemeinde Niederkrüchten unterzeichnet Charta zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege.Foto: niederkruechten.de

Die Gemeinde Niederkrüchten hat die „Charta zur Vereinbarkeit von Beruf & Pflege in Nordrhein-Westfalen“ unterzeichnet. Bürgermeister Thomas Ricker setzte damit ein Zeichen dafür, dass die Verwaltung das Thema auch intern stärker berücksichtigen will. Ziel der Charta ist es, die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege zu fördern und Beschäftigte mit Pflegeverantwortung besser zu unterstützen.

Nach Angaben der Gemeinde nimmt die Zahl pflegebedürftiger Menschen in Deutschland seit Jahren zu. Viele von ihnen werden zu Hause gepflegt. Für Angehörige bedeute das neben der psychischen Belastung auch einen hohen zeitlichen Aufwand. Häufig werde es dadurch schwieriger, Pflege und Beruf miteinander zu vereinbaren. Betroffene reduzierten dann oft ihre Arbeitszeit oder schieden zeitweise ganz aus dem Erwerbsleben aus. Für Arbeitgebende sei das angesichts des Arbeitskräftemangels eine wachsende Herausforderung.

Landesprogramm bietet Unterstützung für Unternehmen

Hier setzt nach Angaben der Mitteilung das Landesprogramm „Vereinbarkeit Beruf & Pflege“ an. Es stellt verschiedene Unterstützungsangebote bereit, die Unternehmen helfen sollen, Mitarbeitende mit Pflegeverantwortung zu stärken. Dadurch sollen diese ihre private Lebenssituation besser mit der beruflichen Tätigkeit in Einklang bringen können. Zugleich können Unternehmen ihr Personal binden und den Wegfall wertvoller Arbeitskräfte verhindern.

Die Wirtschaftsförderung der Gemeinde Niederkrüchten hatte das Thema den lokalen Unternehmen bereits vor etwa zwei Jahren vorgestellt. Das Interesse sei groß gewesen. Deshalb lädt die Gemeinde am 6. November zu einer größeren Veranstaltung zum Thema in die Begegnungsstätte ein. Weitere Angaben zu Uhrzeit, Anmeldung oder Kosten nennt die Mitteilung nicht.

Gemeinde will auch intern stärker sensibilisieren

Mit der Unterzeichnung der Charta verpflichtet sich die Gemeinde, aktiv an dem Ziel mitzuwirken, die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege zu gewährleisten. Die Verwaltung will das Thema nach eigenen Angaben in der Unternehmenskultur berücksichtigen, Führungskräfte sensibilisieren, den Dialog etwa mit dem Personalrat bestmöglich mit den Bedürfnissen Betroffener in Einklang bringen und den externen Austausch mit Akteuren aus dem Themenfeld fördern.

Bürgermeister Thomas Ricker erklärte, Pflege spiele in immer mehr Familien eine große Rolle. Der demografische Wandel bringe neben einer höheren Lebenserwartung auch einen weiter steigenden Pflegebedarf mit sich, der auch in der Belegschaft ein Thema sei. Die Gemeinde wolle die Unternehmen vor Ort dahingehend unterstützen. Mit der Unterzeichnung der Charta werde sichtbar, dass das Thema auch in der eigenen Verwaltung präsent sei.

Eigene Anzeige

Hier könnten Ihre Neuigkeiten stehen

Erreichen Sie Menschen in dieser Region – transparent als Anzeige gekennzeichnet.

Jetzt anfragen

Hat dir der Artikel geholfen? Teile ihn gern: