Rommerskirchen prüft Fördermittel und Maßnahmen für die Zukunft des Gillbachs

Rommerskirchen entwickelt mit Partnern konkrete Schritte für die Zukunft des Gillbachs. Im November stehen weitere Gespräche zu Maßnahmen und Fördermöglichkeiten an.

Von Redaktionsteam Rommerskirchen2 Min. Lesezeit
by Christoph Söldner

© Christoph Söldner – Foto: Christoph Söldner

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Rommerskirchen will aus einem bereits erarbeiteten Konzept konkrete Schritte für die Zukunft des Gillbachs entwickeln. Im November sollen die Gespräche mit den beteiligten Akteuren weitergehen. Dabei stehen auch Fördermöglichkeiten im Strukturwandel des „Rheinischen Reviers“ auf der Agenda.

Am Konzept arbeiten neben der Gemeinde der Erft-Verband, RWE, der Rhein-Kreis Neuss, der Rhein-Erft-Kreis und die Stadt Bergheim mit. Es betrachtet unterschiedliche Zukunftsszenarien. Eine dauerhafte Wasserführung des Gillbachs auf seiner gesamten Länge lasse sich nach dem Ende der Braunkohleverstromung nicht garantieren, heißt es in der Mitteilung. Der Bach könnte möglicherweise über längere Zeiträume trockenfallen.

Fördermittel für Gewässer und Landschaftsräume

Die Gemeinde will Projekte über Förderkulissen des „Rheinischen Reviers“ entwickeln und gemeinsam mit der „Zukunftsagentur Rheinisches Revier“ (ZRR) Finanzierungsmöglichkeiten prüfen. Als Beispiel nennt die Mitteilung das mit erheblichen Strukturwandelmitteln geförderte „Blau-Grüne Band Garzweiler“. Zudem gebe es eigene Fördermöglichkeiten, um Gewässer an die veränderten wasserwirtschaftlichen Bedingungen nach dem Braunkohleausstieg anzupassen.

In den anstehenden Fachgesprächen sollen mögliche Einzelmaßnahmen, wasserwirtschaftliche Voraussetzungen und Planungsschritte geprüft werden. Neben einer möglichen zusätzlichen Wassereinleitung stehen eine naturnahe Gestaltung des Bachlaufs, Rückhalteflächen, ökologische Aufwertung und eine bessere Nutzung vorhandener Wasserressourcen zur Debatte.

Kraftwerk Neurath als möglicher Baustein

Das Konzept berücksichtigt auch die mögliche Nutzung von Kühl- und Betriebswasser aus einem künftigen Gas- und Dampfkraftwerk in Neurath. Die Gemeinde nennt eine moderne, wasserstofffähige Anlage als mögliche Nutzungsoption am Kraftwerksstandort. Mit dem Bebauungsplan RO 55 „Kraftpark Rommerskirchen“ hat sie die planungsrechtlichen Voraussetzungen für eine industrielle Nachnutzung vorangetrieben. Eine Entscheidung über den Bau eines Kraftwerks ist damit nicht verbunden.

Bürgermeister Dr. Martin Mertens sieht in einer solchen Anlage einen möglichen Beitrag zur Stromversorgung und zur Wasserführung des Gillbachs. Er fordert von der Bundesregierung, dem Land Nordrhein-Westfalen und den Energieunternehmen klare Entscheidungen und Planungssicherheit für Kraftwerke und Energieinfrastruktur. Auch die notwendigen Stromnetze müssten rechtzeitig verfügbar sein. Es gehe dabei um Versorgungssicherheit, Arbeitsplätze, Investitionen und die Zukunft der Region.

Die weiteren Schritte sollen laut Mitteilung eng mit den zuständigen Fachbehörden und Institutionen abgestimmt werden. Mertens hebt insbesondere die Übereinstimmung mit dem Rhein-Kreis Neuss und Kreisdirektor Dirk Brügge hervor.

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