Wolfgang Meyer verabschiedet sich in den Ruhestand

Wolfgang Meyer ist nach 50 Jahren Berufstätigkeit, davon 34 Jahren bei der Gemeinde Schlangen, in den Ruhestand verabschiedet worden. Die offizielle Verabschiedung fand mit Bürgermeister, Fachbereichsleitern, Personalabteilung und Betriebsrat statt und war nach Angaben der Gemeinde von Dankbarkeit und etwas Wehmut geprägt.
Meyer blickte dabei auf seine lange Zeit bei der Gemeinde zurück. „Ich hab nie gedacht: Mist, ich muss zur Arbeit. Natürlich lief es auch mal nicht so rund – aber unterm Strich kann ich sagen: Bei der Gemeinde hat es mir immer sehr gut gefallen. Da gab es Absprachen, an die sich beide Seiten – Vorgesetzte und Mitarbeitende – halten mussten, und dann haben wir es hier sehr gut miteinander. Es war nie langweilig!“, fasst er seine 34 Jahre bei der Gemeinde zusammen.
Beruflicher Werdegang
Nach der Lehre zum Heizungsmonteur folgte für Wolfgang Meyer die Bundeswehr. Dort wurde er zum Fahrlehrer für alle Klassen inklusive Panzer ausgebildet. In der Rente bleibt er weiter bei der Fahrschule Andreas Holz tätig.
1992 begann Meyer seine Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten bei der Gemeinde Schlangen. Ein Jahr später mündete diese in eine Einstellung im Bereich Ordnungsamt als Vollzugsbeamter. 1995 sollte ihm der komplette Bereich der IT übertragen werden, und er sagte nach eigenen Angaben sofort zu.
Es folgten Lehrgänge und Fortbildungen, aus dem interessierten Laien wurde ein versierter Fachmann. Zu seinen Aufgaben gehörte unter anderem die Weiterentwicklung der frühen Homepage der Gemeinde vor knapp 30 Jahren. Damit sei Schlangen damals „ganz weit vorne“ gewesen, heißt es in der Mitteilung.
Nach Angaben der Gemeinde tüftelte Meyer oft nachts zu Hause und verbrachte auch viele Nächte in der Verwaltung, um Updates aufzuspielen. Eine extra-lange Schicht dauerte demnach einmal 27 Stunden.
Besondere Stärken
Als die Technik sich rasant entwickelte, blieb Meyer stets auf Ballhöhe und ließ sich nach Darstellung der Gemeinde nicht so schnell etwas vormachen. Wenn Wartungsverträge, Zusammenarbeit oder Garantien nicht sauber liefen, zeigte er sich hartnäckig und unbequem. Ungerechtigkeiten konnte und kann er nicht leiden; deshalb habe er auch schon einmal im Ministerium angerufen.
Besonderes Interesse hatte er an der grafischen Gestaltung. Auch in diesem Bereich bildete er sich weiter und trug zum optischen Auftritt der Gemeinde bei, etwa mit Flyern und Plakaten.
Vermissen werde der Fachbereich Bildung und Organisation zudem die Donnerstagskuchen seiner Frau Billa. Noch mehr werde aber seine ruhige, geduldige und hilfsbereite Art fehlen, mit der Wolfgang Meyer die Verwaltung immer wieder mit seinem Computerwissen unterstützt habe.