Unterlauf des Saukamgrabens in Horneburg soll ökologisch verbessert werden
Neugestaltung umfasst veränderten Gewässerverlauf, neue Uferrandstreifen und die Einbindung eines Niederschlagswasser-Abschnitts
Der Unterlauf des Saukamgrabens in Horneburg soll ökologisch verbessert werden. Nach Angaben der Stadt beginnt die Maßnahme voraussichtlich am Montag, 7. September 2026. Bei guter Witterung können die Arbeiten voraussichtlich bis Februar 2027 abgeschlossen werden.
Umgestaltung auf zwei Abschnitten
Betroffen sind der in Betonschalen gefasste 690 Meter lange Abschnitt zwischen dem Buschweg und der Mündung in den Westerbach sowie der 380 Meter lange Abschnitt oberhalb des Buschweges im Horneburger Wald. Der überwiegende Teil des Saukamgrabens zwischen Buschweg und Westerbach wird aus der bestehenden Trasse herausgenommen und in einer neuen 20 Meter breiten Trasse stark mäandrierend verlegt.
Am neu entstandenen Gewässer sollen Uferrandstreifen angelegt werden, die künftig nicht mehr landwirtschaftlich genutzt werden. Dadurch soll dem Gewässer eine breite Ausuferung ermöglicht und Feuchträume geschaffen werden.
Zusätzlich erhält das Gewässer südlich vom Buschweg im Horneburger Wald einen neuen Abschnitt. In diesen wird künftig das Niederschlagswasser aus dem neuen Horneburger-Teiltrennsystem eingeleitet. Ein Teil des in Horneburg anfallenden Regenwassers fließt damit nicht mehr zur Kläranlage, was Kosten einspart.
Finanzierung und Umsetzung
Die mit einer Auftragssumme von knapp über 1.000.000 Euro beauftragte Maßnahme wird vom Land NRW zu 90 Prozent aus Mitteln des Wasserbaus zur Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie gefördert. Die restlichen 10 Prozent, also der eigene Anteil der Stadt Datteln, stammen aus Mitteln des Kreises Recklinghausen. Der Stadt Datteln entstehen somit keine Kosten.
Umgesetzt wird die Gewässermaßnahme zum Teil auf stadteigenen Flächen, zum Teil auf Flächen des Lippeverbandes und des Kreises Recklinghausen. Beide haben die benötigten Flächen kostenlos zur Verfügung gestellt.
Ausführendes Unternehmen ist die Vennes, Erd- und Tiefbau Abbruch GmbH & Co. KG aus Ratingen. Die örtliche Bauüberwachung übernimmt das Büro Hahn Teamplan GmbH aus Essen. Die Bauoberleitung liegt beim KSD-Bereich Stadtentwässerung.
Ziele der Maßnahme
Als Ziele nennt die Stadt eine bessere ökologische Durchgängigkeit und einen guten ökologischen Zustand. Zusammen mit dem Horneburger Wald im Süden und dem demnächst vom Lippeverband umgestalteten Westerbach im Norden soll das neue Gewässer für eine bessere ökologische Durchlässigkeit sorgen. Dadurch sollen wertvolle Lebensräume für Tiere und Pflanzen entstehen, die über den Westerbach und den Dattelner Mühlenbach direkt mit der Lippe vernetzt werden.
Außerdem sollen zwei Biotopflächen miteinander verbunden werden: der „Eichen-Buchenwald bei Schloss Horneburg“ sowie das „Gewässersystem Dattelner Mühlenbach, Westerbach, Steinrapener Bach und Dümmerbach im Landschaftsschutzgebiet Dattelner Haardvorland“.
Ziel der ökologischen Verbesserung des Gewässers ist nach Angaben der Stadt das Erreichen eines guten ökologischen Zustandes gemäß europäischer Wasserrahmenrichtlinie.
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