Interaktive Karte zur Italienreise: Karl Junkers Lebensabschnitt nachvollziehbar

Das Museum veröffentlicht eine interaktive Karte zur Italienreise von Karl Junker: knapp 70 Orte, basierend auf Skizzen aus seinem Nachlass.

Von Redaktionsteam Lemgo1 Min. Lesezeit
Interaktive Karte zur Italienreise: Karl Junkers Lebensabschnitt nachvollziehbar

Foto: Städtische Museen Lemgo) Die Zeichnung der Piazza San Firenze in Florenz (Karl Junker, Städtische Museen Lemgo) Screenshot der interaktiven Karte (in OpenStreetMap)

Foto: Städtische Museen Lemgo) Die Zeichnung der Piazza San Firenze in Florenz (Karl Junker, Städtische Museen Lemgo) Screenshot der interaktiven Karte (in OpenStreetMap)Bild 1 von 3

Das Museum hat eine neue interaktive Karte zur Italienreise des Künstlers Karl Junker veröffentlicht. Das Online-Angebot umfasst knapp 70 Orte und soll einen prägenden Lebensabschnitt des Lemgoer Künstlers nachvollziehbar machen.

Ausgangspunkt der Forschung ist ein unscheinbares Büchlein aus Junkers Nachlass. Darin finden sich keine ausführlichen Reiseberichte, sondern dichte Bleistiftskizzen mit Gebäuden, Bildausschnitten und Details wie dem Kopf eines Reiterstandbildes. Gerade weil Orts- und Zeitangaben darin fast völlig fehlen, galt die Rekonstruktion der Reise lange als schwierig.

Recherche auf Grundlage von Skizzen und Zeichnungen

Nach Angaben des Museums begann Karl Junker seine mehrjährige Italienreise um 1878 von München aus. Die Reise orientierte sich an der Tradition der „Grand Tour“, auf der seit dem 19. Jahrhundert zunehmend auch weniger wohlhabende Kunstschaffende und Kunstinteressierte Antike, Mittelalter, Renaissance und Barock vor Ort studierten.

Junker reiste demnach bis nach Süditalien, entlang der West- und Ostküste, und besuchte zahlreiche Orte. Seine Eindrücke von Gebäuden, Malereien, Skulpturen, Innenräumen und belebten Plätzen hielt er meist flüchtig in Skizzenbüchern fest. Ergänzend fertigte er detailliertere Zeichnungen auf Einzelblättern an.

Auf dieser Grundlage konnten Forschende in den vergangenen Jahrzehnten bereits grob nachvollziehen, wohin es den Künstler verschlagen hatte und welche Motive er festhielt. Für das neue Projekt wurden diese bestehenden Forschungen aufgegriffen und erweitert.

Online den Spuren des Künstlers folgen

Die nun veröffentlichte interaktive Karte lädt dazu ein, Junkers Reiseorte nachzuverfolgen und nachzuvollziehen, was ihn dort besonders interessierte. Zugleich soll sichtbar werden, wie die Orte heute aussehen und wie sich Bezüge zur Kunst- und Architekturgeschichte in Junkers Werk wiederfinden.

Nach Darstellung des Museums kann die Karte auch beim Besuch des Junkerhauses helfen, entsprechende Anknüpfungspunkte im Werk des Künstlers wiederzuerkennen.

Link zur interaktiven Karte

Die Karte ist auf der Website des Museums abrufbar: Interaktive Karte zur Italienreise von Karl Junker.

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