Lemgo startet Bürgerbus-Vorhaben: Anschlusstreffen für Mitte bis Ende November geplant

Mit einer Auftaktveranstaltung hat die Alte Hansestadt Lemgo den Weg zur Gründung eines neuen Bürgerbus-Vereins offiziell angestoßen. Mehr als 30 Bürgerinnen und Bürger informierten sich über den Stand der Planungen und diskutierten mit über die nächsten Schritte.
Nach Angaben der Stadt soll ein Bürgerbus vor allem dort Lücken schließen, wo der STADTBUS die Ortslagen nicht erschließen kann. Bürgermeister Markus Baier verwies dabei auf das ehrenamtliche Engagement vor Ort und die angespannte Haushaltslage der Kommunen. Der STADTBUS werde die bekannten Verbindungen weiterhin bedienen.
Diplom-Geograph Johannes P. Reimann vom Büro ikoono erläuterte den aktuellen Planungsstand. Vorgesehen ist demnach ein Linienverkehr mit festem Fahrplan und festen Haltestellen. Zum Einsatz kommen soll ein Kleinbus mit acht Fahrgastsitzen, den auch Personen mit EU-Führerschein-Klasse B fahren dürfen. Aus einer Analyse der Voraussetzungen in Lemgo ergeben sich derzeit fünf Routenvorschläge, die nach seinen Worten nur die Grundlage für eine vertiefte Diskussion bilden.
Unterstützung kam auch aus den bereits aktiven Bürgerbus-Vereinen in Lügde und Kalletal. Ulrich Dahnz, Vorsitzender des Vereins aus Lügde, berichtete von Fahrgastzahlen, die inzwischen über dem Vor-Corona-Niveau liegen. Manfred Gruber aus dem Kalletal betonte, wie wichtig Verlässlichkeit und ein gutes Miteinander im Verein seien.
Hendric Schwär-Fröhlich von der Alten Hansestadt Lemgo sagte, das Interesse am Bürgerbus Lemgo sei bereits vorhanden. Über die Website www.buergerbus-lemgo.de hätten sich schon mehrere Personen gemeldet. Als nächsten Schritt nannte er ein Anschlusstreffen für Mitte bis Ende November, das die Vorbereitungen zur Gründung eines Vereins weiter vorantreiben soll.
Wer sich bis dahin mit seinen Kontaktdaten über www.buergerbus-lemgo.de oder direkt bei der Stadt melden möchte, kann sich an Stefan Klußmann wenden, telefonisch unter 05261 213-249 oder per E-Mail an [email protected]. Nach Angaben der Stadt sollen alle Interessierten rechtzeitig und persönlich eingeladen werden.
Schwär-Fröhlich verwies außerdem darauf, dass die Stadt die Weichen bereits gestellt habe, insbesondere für die Übernahme der Kosten. Als Grundlage nannte er die Beschlüsse im Verkehrs- sowie im Haupt- und Finanzausschuss.
Im zweiten Teil der Auftaktveranstaltung tauschten sich die Teilnehmenden an sogenannten Werkbänken über Routenführung, Marketing, Fahrgastkomfort und Organisationsaspekte aus. Dabei sprachen sie auch mit den Gästen aus Lügde und Kalletal und studierten die Informationsposter zum Thema.