Lemgo trauert um Udo Golabeck

Die Alte Hansestadt Lemgo trauert um Udo Golabeck. Der Lemgoer ist vor wenigen Tagen im Alter von 74 Jahren verstorben.
Golabeck engagierte sich über viele Jahre in der Kommunalpolitik sowie im gesellschaftlichen Leben seiner Stadt und seiner Heimat Lieme. Für seinen Einsatz erhielt er 2018 das Bundesverdienstkreuz. Von 1999 bis zu seinem Tod gehörte er dem Rat der Alten Hansestadt Lemgo an. Zwischen 2000 und 2020 arbeitete er im Fraktionsvorstand der SPD-Fraktion mit. Von 2020 bis 2025 war er Vorsitzender der eSL-Fraktion und zuletzt stellvertretender Vorsitzender der BfL-Fraktion.
In mehr als zweieinhalb Jahrzehnten im Lemgoer Rat wirkte Golabeck nach Angaben der Stadt an vielen zukunftsweisenden Entscheidungen mit. Als Ausschussvorsitzender oder stellvertretender Ausschussvorsitzender war er maßgeblich im Ortsausschuss seiner Heimat Lieme, im Sozialausschuss und im Betriebsausschuss aktiv. Darüber hinaus gehörte er weiteren Ausschüssen an, unter anderem zu Verkehr, Wirtschaft, Finanzen und Umweltbelangen.
Auch in den kommunalen Unternehmen war Golabeck lange eingebunden. Mehr als 15 Jahre lang gehörte er dem Aufsichtsrat der Stadtwerke Lemgo an, ebenso lange war er Mitglied des Aufsichtsrats der Abwasserbeseitigungsgesellschaft Lemgo.
Abseits der Politik engagierte sich Golabeck über Jahrzehnte unter anderem im Verein „Alt Lemgo“ im lippischen Heimatbund. Seit 1999 war er dort Mitglied, von 2012 bis 2018 führte er den Verein als Vorsitzender. Er gründete die Radwandergruppe des Vereins, organisierte Themen-Touren und Ausflugsfahrten und leitete für den lippischen Heimatbund die Fachstelle Radwandern. Von 2020 bis 2025 war er zudem Vorsitzender des Liemer Zieglervereins.
Früher war Golabeck auch sportlich aktiv, unter anderem als Vorsitzender der Schießsportabteilung des Polizeisports und im Vorstand des Schützenkreises Lippe. Er spielte und trainierte Handball. Der pensionierte Kriminalhauptkommissar war außerdem als Hobbygärtner und Familienmensch bekannt.
Lemgos Bürgermeister Markus Baier würdigte Golabeck als Menschen, der stets mit Herzblut bei der Sache gewesen sei, Verantwortung übernommen und stets sachorientiert sowie über Parteigrenzen hinweg im Sinne Lemgos gehandelt habe. Rat und Verwaltung sprachen der Familie ihr Mitgefühl aus.