Ausstellung zu NS-„Euthanasie“-Verbrechen kommt ins Rathaus Remscheid
Das Stadtarchiv Remscheid zeigt ab Donnerstag, 5. November, die Ausstellung „Wohin bringt ihr uns? – ‚Euthanasie‘-Verbrechen im Nationalsozialismus“. Die Eröffnung beginnt um 18 Uhr im Foyer des Rathauses Remscheid. Nach der Begrüßung durch Oberbürgermeister Sven Wolf und einer Einführung in das Projekt ist ein Rundgang durch die Ausstellung möglich.
Die Wanderausstellung wurde 2020 vom Erinnerungsort Topf & Söhne in Erfurtexterner Link, öffnet ein neues Fenster entwickelt. Sie beleuchtet die systematische Ermordung von rund 300.000 Menschen mit körperlichen, geistigen oder psychischen Beeinträchtigungen durch das NS-Regime zwischen 1939 und 1945. Das Stadtarchiv hat sie um Informationstafeln zu einzelnen Opfern aus Remscheid und ihren Lebensgeschichten ergänzt. Die Ausstellung ist bis Ende Januar 2027 zu sehen.
Die Schau begleitet die Vorstellung eines neuen Gedenkbuchs über die Remscheider Opfer der nationalsozialistischen Krankenmorde. Das Buch von Viola Meike beruht auf 16 Jahren Forschungsarbeit und gibt den Opfern Namen und Biografien zurück. Weitere Hintergründe zum Gedenkbuch und zur begleitenden Ausstellungexterner Link, öffnet ein neues Fenster finden sich in unserem früheren Bericht.