Rund 40 Menschen reinigen Stolpersteine in Waltrop

Eine rund 40-köpfige Gruppe hat am Montag, 2. November 2026, Stolpersteine in der Waltroper Innenstadt gereinigt. Die jährliche Aktion erinnert an die Verfolgten des Nationalsozialismus.
Mit dabei waren Delegationen der Realschule Waltrop, der Gesamtschule Waltrop und des Theodor-Heuss-Gymnasiums. Erstmals beteiligten sich auch Schülerinnen und Schüler der Schule Oberwiese. Die Landtagsabgeordnete Lisa Kapteinat sowie Josef Schneider, Mitglied des ehemaligen Arbeitskreises Jüdisches Gedenken und Stadtführer in Waltrop, schlossen sich der Gruppe an.
Zu Beginn der Aktion erinnerte Mareike Berweger, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Waltrop und Begleiterin des Arbeitskreises Gedenkkultur, an die Pflicht, die Erinnerung an Ausgrenzung, Verfolgung und Mord wachzuhalten. Sie verwies dabei auf Artikel 1 des Grundgesetzes: „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“
16 Stolpersteine an vier Orten
In der Waltroper Innenstadt liegen an vier Orten insgesamt 16 Stolpersteine. Die Messingsteine erinnern an die jüdischen Familien Rosenthal, Spanier, Rosenblum und Baum, die einst in Waltrop lebten. Sie wurden im Juni 2022 im Beisein des Künstlers und Initiators der Aktion „Stolpersteine“, Gunter Demnig, verlegt.
Die Reinigungsaktion wurde 2023 von Bürgermeister Marcel Mittelbach initiiert. Seitdem findet sie jeweils am Montag vor dem 9. November statt, an dem auch in Waltrop der November-Pogrome gedacht wird. Stolpersteine erinnern europaweit an Verfolgte des Nationalsozialismus und liegen im Gehsteig vor deren letztem selbstgewählten Wohnort.