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Mönchengladbach verbessert sich im Smart City Index 2026 auf Platz 12

Starker Zuwachs in „Gesellschaft und Bildung“ sowie Fortschritte bei Mobilität, IT und Verwaltung

Von Presse-Service.de08.09.26, 20:23

Mönchengladbach hat sich im Smart City Index des Branchenverbands Bitkom deutlich verbessert und belegt in der Ausgabe 2026 Platz 12 unter 83 deutschen Großstädten. Im heute, am 8. September, veröffentlichten Digitalranking steigt die Stadt damit gegenüber dem Vorjahr um 18 Plätze. 2025 hatte Mönchengladbach Rang 30 belegt. Der Indexwert verbessert sich von 78,4 auf 84,8 Punkte. Bitkom zählt die Stadt damit zu den Aufsteigern des Jahres.

Besonders stark fällt die Entwicklung in der Kategorie „Gesellschaft und Bildung“ aus. Dort verbessert sich Mönchengladbach von Platz 8 auf Platz 3. Auch in anderen Bereichen verzeichnet die Stadt deutliche Fortschritte: Bei Mobilität steigt sie auf Platz 25 und gewinnt 24 Ränge hinzu. In „IT und Kommunikation“ geht es um 21 Plätze nach vorne. Die Verwaltung verbessert sich um zwölf Plätze auf Rang 21.

Oberbürgermeister Felix Heinrichs wertet das Ergebnis als Bestätigung des bisherigen Weges. Er verweist auf die Entwicklung von Platz 40 vor zwei Jahren über Platz 30 im vergangenen Jahr auf jetzt Platz 12 und betont, dass Digitalisierung den Alltag der Menschen erleichtern und die Stadt handlungsfähiger machen soll. Daran werde in der Verwaltung, in Schulen, bei Mobilität, Infrastruktur und Beteiligung gearbeitet.

Verwaltung und digitale Angebote

In der Kategorie Verwaltung verbessert sich Mönchengladbach um zwölf Plätze. Der Wert für digitale Angebote bei Bevölkerungsanliegen steigt von 62,5 auf 80 Punkte. Als Beispiele nennt die Stadt ihren neuen Chatbot und den digitalen Mängelmelder. Sie sollen den Zugang zu Informationen erleichtern und es ermöglichen, Anliegen unabhängig von Öffnungszeiten digital an die Verwaltung zu richten.

Starker Zuwachs bei IT und Kommunikation

Auch in der Kategorie „IT und Kommunikation“ setzt sich die positive Entwicklung fort. Nach einem Plus von zehn Plätzen im vergangenen Jahr gewinnt Mönchengladbach diesmal weitere 21 Ränge hinzu. Besonders deutlich zeigt sich der Fortschritt beim Umgang mit Smart-City-Daten. Hier steigt der Wert von 41,7 auf die Höchstwertung von 100 Punkten. Dazu trägt nach Angaben der Stadt vor allem das Smart City Dashboard bei, das städtische Daten bündelt und Entwicklungen sowie Informationen digital zugänglich macht.

Große Fortschritte in der Mobilität

Den größten Sprung macht Mönchengladbach in der Kategorie Mobilität. Nach einem Rückgang um 15 Plätze im vergangenen Jahr verbessert sich die Stadt diesmal um 24 Ränge. Fortschritte gibt es unter anderem bei den Sharing-Angeboten, deren Wert von 66,5 auf 76,9 Punkte steigt.

Beim smarten öffentlichen Nahverkehr verbessert sich Mönchengladbach von 68,8 auf 95 Punkte. Bewertet werden dabei unter anderem Handytickets, bargeldlose Bezahlung, Apps, digitale Informationen zur Auslastung und freies WLAN. Auch die Vorbereitung autonomer Mobilitätsangebote fließt in die Bewertung ein. Deutlich besser schneidet zudem das smarte Verkehrsmanagement ab: Der Wert steigt von 63,6 auf 95 Punkte. Berücksichtigt werden unter anderem intelligente Ampelanlagen, eine KI-basierte Ampelsteuerung für Shuttlebusse und der Aufbau eines digitalen Verkehrsschilderkatasters.

Schulen fast auf Höchstniveau

In der Kategorie „Gesellschaft und Bildung“ legt Mönchengladbach trotz der bereits guten Platzierung noch einmal um fünf Plätze zu. Besonders stark entwickelt sich die Digitalisierung der Schulen. Hier steigt die Bewertung von 74,6 auf 98,7 Punkte.

Als Beispiel für digitale Beteiligung nennt die Stadt die digitale Spielplatzentwicklung. Das gemeinsam von mags, dem Fachbereich Kinder, Jugend und Familie, dem Smart-City-Team und der Hochschule Niederrhein entwickelte Projekt ermöglicht es, geplante Spielplätze als digitales 3D-Modell darzustellen. Mit VR-Brillen lassen sich Entwürfe direkt vor Ort dreidimensional erleben. So können vor allem ältere Kinder und Eltern Planungen frühzeitig nachvollziehen und Rückmeldungen einbringen.

Energie und Umwelt mit Rückgang

In der Kategorie „Energie und Umwelt“ fällt Mönchengladbach dagegen um zehn Plätze zurück. Der Rückgang wird vor allem mit Kennzahlen begründet, die nur begrenzt unmittelbar durch die Stadt gesteuert werden können. Genannt werden der Anteil von Elektrofahrzeugen und bestimmte Energielösungen.

Bei städtischen Themen fällt die Bilanz laut Mitteilung dennoch positiv aus. Im neu aufgenommenen Kriterium Wärmeplanung erreicht Mönchengladbach die Höchstwertung von 100 Punkten. Der Smart City Index bildet damit nicht nur die Entwicklung einzelner Projekte ab, sondern berücksichtigt auch strukturelle und externe Faktoren.

Das Smart-City-Programm und die Digitalisierung der Verwaltung sind in der Gesamtstrategie der Stadt verankert. Ziel ist es, digitale Lösungen nicht als Einzelprojekte zu entwickeln, sondern miteinander zu verbinden und dauerhaft in den Arbeits- und Lebensalltag zu integrieren.

Der Smart City Index wird seit 2019 vom Digitalverband Bitkom erstellt. Für die Ausgabe 2026 wurden alle 83 deutschen Städte mit mindestens 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern untersucht. Bewertet werden die Bereiche Verwaltung, IT und Kommunikation, Energie und Umwelt, Mobilität sowie Gesellschaft und Bildung.

Weitere Informationen

Wertung Mönchengladbach: https://www.bitkom.org/Smart-City-2026/Moenchengladbach

Presseinformation Bitkom: https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Smart-City-Index-2026-Stuttgart-loest-Muenchen-an-Spitze-ab#_

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