Hagen soll Bildungscampus für Berufskollegs vertieft prüfen

Hagen prüft einen Bildungscampus an der FernUniversität für zwei Berufskollegs. Über den Vorschlag soll der Rat am 19. November entscheiden.

Von Redaktion Hagen2 Min. Lesezeit
Generisches Schutznetz neben einem nicht identifizierbaren Verkehrsweg. KI-Symbolbild.

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Die Stadt Hagen soll die Möglichkeit eines Bildungscampus an der FernUniversität für die Berufskollegs Cuno I und II vertieft prüfen. Das sieht ein Beschlussvorschlag der Verwaltung vor. Der Rat soll am 19. November darüber entscheiden; zuvor beraten mehrere Ausschüsse und die Bezirksvertretung Hagen-Mitte die Vorlage.

Geprüft werden soll ein Neubau beider Berufskollegs auf dem Gelände der FernUniversität, in Abstimmung mit der FernUniversität und der Fachhochschule Südwestfalen. Die Verwaltung soll außerdem Möglichkeiten zur Senkung der prognostizierten Kosten untersuchen und abschließend abwägen, ob ein Berufskolleg an der Viktoriastraße erhalten bleiben könnte. Über die endgültige Umsetzung und die Finanzierung soll erst später entschieden werden.

Bildungscampus liegt im Vergleich auf Platz drei

Das Beratungsunternehmen Drees & Sommer hat den zusätzlichen Standort in zwei Varianten untersucht: als Neubau beider Berufskollegs am Bildungscampus und als Kombination aus einem Neubau dort und einem Berufskolleg am Altstandort Viktoriastraße. Verglichen wurden die Möglichkeiten nach Kosten, Terminen und Standortfaktoren. Bei beiden untersuchten Gewichtungen lag „Am Höing“ vorn. Der Neubau beider Berufskollegs am Bildungscampus belegte jeweils Platz drei, hinter der Variante „Westfalia / Rehstraße“.

Als wesentlichen Kostenunterschied zu „Am Höing“ nennt die Vorlage rund 32,4 Millionen Euro. Für den Standort an der FernUniversität wurden nach dem derzeitigen Planungsstand zwei Sporthallen und ein Parkhaus mit 600 Stellplätzen angesetzt. Ob eine geplante Sporthalle an der Grundschule Humpertstraße mitgenutzt werden kann und welche Größe ein Parkhaus tatsächlich haben müsste, soll weiter geprüft werden.

Die Vorlage sieht weitere mögliche Synergien durch gemeinsam genutzte Einrichtungen vor. Dazu zählen eine Mensa, Hörsäle, Veranstaltungsräume sowie Lern- und Aufenthaltsbereiche. Die geplante Sporthalle könnte neben dem Schulsport auch dem Hochschulsport, Vereinen und weiteren Gruppen offenstehen. Bei entsprechender technischer Ausstattung wäre sie zudem für Veranstaltungen und Prüfungen nutzbar.

Wenn solche Synergien teilweise verwirklicht werden, könnten die prognostizierten Kosten für den Bildungscampus nach Einschätzung der Verwaltung um rund 20 bis 25 Millionen Euro sinken. Die Vorlage stellt diese Einsparung ausdrücklich unter die Voraussetzung, dass ein Teil der genannten gemeinsamen Nutzungen umgesetzt wird.

Über den Beschlussvorschlag beraten die Bezirksvertretung Hagen-Mitte am 5. November, der Infrastrukturausschuss am 9. November sowie der Schulausschuss und der Ausschuss für Stadtentwicklung, Wohnen und Verkehr am 12. November. Die Entscheidung des Rates ist für den 19. November vorgesehen.

Weitere Hintergründe zu dem Konzept für einen gemeinsamen Bildungscampus finden sich in unserem früheren Berichtexterner Link, öffnet ein neues Fenster.

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