Bonner Feuerwehr warnt vor Kohlenmonoxid in der Heizperiode

Die Bonner Berufsfeuerwehr warnt vor Kohlenmonoxid: Regelmäßig gewartete Heizungen, CO-Melder und richtig genutzte Gasgeräte schützen vor Vergiftungen.

Von Redaktion Bonn1 Min. Lesezeit

Mit Beginn der kälteren Jahreszeit weist die Bonner Berufsfeuerwehr auf die Gefahren durch Kohlenmonoxid (CO) hin. Das geruch- und unsichtbare Gas kann schon in geringen Konzentrationen gesundheitliche Beschwerden verursachen; höhere Konzentrationen können zu schweren Vergiftungen und zum Tod führen. Als häufige Ursachen nennt die Feuerwehr technische Defekte und den unsachgemäßen Gebrauch von Heizgeräten.

Heizungen regelmäßig prüfen lassen

Die Feuerwehr empfiehlt, Heizungsanlagen regelmäßig von einem Fachbetrieb warten zu lassen. Je nach Art und Alter der Anlage sowie des Abzugs ist eine Überprüfung durch den Schornsteinfeger alle ein bis drei Jahre vorgeschrieben. Die genauen Intervalle stehen im Feuerstättenbescheid. Bei der Prüfung wird unter anderem kontrolliert, ob Lüftungskanäle blockiert sind oder Abgase nicht ordnungsgemäß abziehen können.

Bei Etagenheizungen müssen die Lüftungsschlitze in Türen zu Räumen mit Gasthermen frei bleiben, damit die Geräte ausreichend Sauerstoff erhalten. Zusätzlichen Schutz können CO-Melder bieten. Sie sind im Fachhandel erhältlich und sollten insbesondere in der Nähe von Gasthermen installiert werden.

Gasgeräte und Grills nur draußen betreiben

Gasstrahler, Gaspilze und Holzkohlegrills dürfen nach Angaben der Feuerwehr ausschließlich im Freien verwendet werden. Auch beim Entzünden von Holzkohle entsteht Kohlenmonoxid; der Betrieb in Innenräumen ist lebensgefährlich. Verbrennungsmotoren wie Benzin-Rasenmäher oder Kettensägen sollten ebenfalls niemals in geschlossenen Garagen repariert oder getestet werden.

Bei Verdacht sofort ins Freie gehen

Plötzlich auftretende Kopfschmerzen beim Betrieb gasbetriebener Geräte können ein erstes Anzeichen einer CO-Vergiftung sein. Unter Umständen kann es auch zu Bewusstseinseintrübungen kommen. Bei Verdacht sollte der Raum sofort verlassen und, wenn möglich, ein Fenster zum Lüften geöffnet werden. Das Gerät sollte nur ausgeschaltet werden, wenn dies gefahrlos möglich ist. Anschließend sind Feuerwehr und Rettungsdienst unter der Notrufnummer 112 zu alarmieren.

Weitere Hinweise stellt die Stadt Bonn unter bonn.de/kohlenmonoxidexterner Link, öffnet ein neues Fenster bereit. Informationen gibt es auch beim Verein Initiative zur Prävention von Kohlenmonoxid-Vergiftungen unter co-macht-ko.deexterner Link, öffnet ein neues Fenster.

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