Bau der neuen Gesamtschule auf Consol startet mit Spatenstich

Spatenstich für die neue Gesamtschule auf Consol in Gelsenkirchen: Bau startet im CONSOL-Park Bismarck, Fertigstellung Juli 2029.

Von Redaktion Gelsenkirchen2 Min. Lesezeit

Mit einem offiziellen Spatenstich hat am Dienstag der Bau der neuen Gesamtschule auf Consol begonnen. Auf dem früheren Gelände der Zeche Consolidation in Gelsenkirchen entsteht damit eine sechszügige Gesamtschule, die den Angaben der Stadt zufolge ein weiterer Schritt in der Schulbauoffensive ist.

Der erste Bauabschnitt wurde auf der Baustelle im CONSOL-Park in Bismarck von Oberbürgermeisterin Andrea Henze, dem Vorstandsvorsitzenden der RAG-Stiftung, Bernd Tönjes, und Prokurist Vincent Kruse von der Kruse GmbH ausgeführt.

Henze bezeichnete den Neubau als Meilenstein der Schulbauoffensive. Für den Stadtteil Bismarck habe die Schule eine besondere Bedeutung, weil sie Vergangenheit und Zukunft verbinde und den Wandel des Standorts sichtbar mache.

Die Stadt Gelsenkirchen hatte bereits im Juli 2025 einen Vertrag mit der SaC-Schule auf Consol GmbH & Co. KG über Planung und Bau der weiterführenden Schule auf der ehemaligen Bergbaufläche der RAG Aktiengesellschaft abgeschlossen. Die SaC-Schule auf Consol GmbH & Co. KG ist Bauherr und eine eigens für das Vorhaben gegründete Projektgesellschaft, an der die RAG-Stiftung und die Familie Kruse aus Essen zu gleichen Teilen beteiligt sind.

Bernd Tönjes erklärte, der Schulneubau sei Teil der diversifizierten Kapitalanlagestrategie der RAG-Stiftung. Aus den Erträgen der Kapitalanlage finanziere die Stiftung die Ewigkeitsaufgaben des ehemaligen Steinkohlenbergbaus. Vincent Kruse sagte, mit dem Spatenstich gehe das Vorhaben nun von der Planung in die Umsetzung. Der erste Jahrgang solle im August 2029 durch die Tür kommen.

Architektur und Raumkonzept

Das neue Schulgebäude soll sich in den historischen Kontext des Ortes einfügen und zugleich eigene Akzente setzen. Vorgesehen ist eine Fassade aus Klinkerriemchen mit farbigen Akzenten in Rottönen als Verweis auf die industrielle Vergangenheit des Standorts.

Zum Konzept gehören außerdem Photovoltaikanlagen, Wärmerückgewinnung und nachhaltige Baumaterialien. Nach Angaben der Stadt wird das Zertifikat DNGB Gold erreicht werden.

Geplant sind großzügige Verglasungen, ein zentrales Atrium und eine 1,5-fach-Sporthalle mit Teilungsmöglichkeit. Die Mensa mit eigener Küche und Bühne bietet Platz für 270 Schülerinnen und Schüler und kann mit dem Foyer für Veranstaltungen verbunden werden. Die neue Schule wird vollständig barrierefrei sein und nach dem Prinzip der Clusterschule organisiert. Jede Jahrgangsstufe erhält einen eigenen, räumlich zusammenhängenden Lernbereich mit flexibel nutzbaren Unterrichtsräumen.

Die Bauarbeiten haben mit dem Spatenstich begonnen. Die Übergabe des Schulgebäudes an die Stadt Gelsenkirchen ist für Juli 2029 vorgesehen. Mit dem Schulstart im August 2029 soll an der neuen Gesamtschule auf Consol ein moderner Lernort und zugleich ein Treffpunkt im und für das Quartier entstehen.

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