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„Blaues Band“ entlang der Schalker Meile erweitert und neue städtische Hinweise

Änderungsbescheide zu Grundbesitzabgaben sowie der bundesweite Warntag und eine neue Bibliotheksreihe „Silent Reading“ stehen an

Von Redaktion Gelsenkirchen07.09.26, 17:13

Verlinkte Veranstaltungen

Bundesweiter Warntag in Gelsenkirchen10.09.26, 11:00Gelsenkirchen
Silent Reading in der Stadtbibliothek16.09.26, 19:00Zentralbibliothek im Bildungszentrum, Ebertstraße 19

Blaues Band jetzt bis zur Arena fertiggestellt

Die Lichtinstallation des „Blauen Bandes“ entlang der Schalker Meile ist um einen letzten Abschnitt ergänzt worden. Seit Freitag, 4. September, führt die königsblaue Beleuchtung nun auch von der Uferstraße bis zur Arena auf Schalke. Die feierliche Eröffnung fand auf dem Dach der Gelsenwasser AG statt.

Oberbürgermeisterin Andrea Henze sprach von der Einlösung eines Versprechens, das das NRW-Heimatministerium, die Stiftung Schalker Markt und die Stadt Gelsenkirchen im Dezember des vergangenen Jahres gegeben hätten. Anlass war der Aufstieg von Schalke 04, der im Mai perfekt gemacht worden sei.

Auch NRW-Heimat- und Städtebauministerin Ina Scharrenbach nahm an der Einweihung teil und übergab einen Förderbescheid. Dieser umfasst 1,4 Millionen Euro und soll neben dem Blauen Band weitere Maßnahmen im Programmgebiet Schalke-Nord unterstützen. Genannt werden Machbarkeitsstudien für die geplanten Projekte Haus der Vereine und St. Joseph Kirche, Planungskosten für die Umgestaltung von Unterführungen an der Kurt-Schumacher-Straße, der Uechtingstraße und der Berliner Brücke sowie die Erneuerung von Spiel- und Sportflächen.

Nach Angaben der Stadt verbindet das Blaue Band mit seinem Ausbau bis zur Arena nun auf fünf Kilometern die Stationen Musiktheater im Revier, Kirche St. Joseph, Schalker Markt, Kampfbahn Glückauf und Arena. Mehr als 300 moderne LED-Leuchten markieren den Weg. Das Projekt wird durch Fördermittel und Lampenpatenschaften finanziert. Für die letzten 40 Leuchten übernahmen die Unternehmen AGG, Erenja, GELSEN-NET und Gelsenwasser die Finanzierung. Die technische Umsetzung liegt bei der Emscher Lippe Energie GmbH ELE. Die Gesamtkosten betragen knapp 170.000 Euro; Stadt Gelsenkirchen und Stiftung übernahmen gemeinsam einen Eigenanteil von insgesamt 72.000 Euro.

Das Blaue Band beleuchtet die Kurt-Schumacher-Straße als verbindende Achse zwischen Stadtsüden und Stadtnorden. Das Projekt wird von der Stadt als sichtbares Zeichen für die Identität Gelsenkirchens beschrieben.

Änderungsbescheide zu den Grundbesitzabgaben werden verschickt

In Gelsenkirchen werden am 9. September 2026 die Änderungsbescheide über Grundbesitzabgaben versendet. Sie sollen allen Grundstückseigentümerinnen und Grundstückseigentümern in den kommenden Tagen zugehen.

Mit den Bescheiden setzt die Stadt den Ratsbeschluss vom 29. Juni 2026 um. Danach gelten rückwirkend zum 1. Januar 2026 neue Grundsteuer-Hebesätze. Für die Grundsteuer A beträgt der Hebesatz 605 v.H. für Betriebe der Land- und Fortwirtschaft. Für die Grundsteuer B gilt ein einheitlicher Hebesatz von 980 v.H. für alle sonstigen Grundstücke. Eine Differenzierung innerhalb der Grundsteuer B zwischen Wohngrundstücken sowie unbebauten und Nichtwohngrundstücken wird in der Satzung ab 1. Januar 2026 nicht mehr vorgenommen.

Die Änderung der Satzung und der Hebesatz-Systematik wurde nach Angaben der Stadt erforderlich, weil die weitere Anwendung differenzierender Hebesätze mit erheblichen rechtlichen Risiken verbunden wäre. Als ein Hintergrund wird das Urteil des Verwaltungsgerichts Gelsenkirchen vom 4. Dezember 2025 genannt.

Bundesweiter Warntag am 10. September

Der bundesweite Warntag findet in diesem Jahr am Donnerstag, 10. September, statt. Dabei werden verschiedene Warnkanäle getestet, darunter Radio und Fernsehen, Warn-Apps wie NINA, Stadtinformationstafeln, Sirenen, Lautsprecherwagen, Infosysteme der Deutschen Bahn sowie der Mobilfunkdienst Cell Broadcast.

Gegen 11 Uhr löst das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe die Probewarnung über das Modulare Warnsystem aus. Gegen 11:45 Uhr erfolgt die Entwarnung über die Warnmittel und Endgeräte, über die zuvor die Warnung versendet wurde. Über Cell Broadcast wird derzeit noch keine Entwarnung versendet.

Auch die Stadt Gelsenkirchen beteiligt sich mit einem Sirenentest. Der Probealarm beginnt um 11 Uhr mit einem einminütigen Dauerton, der im Ernstfall „Entwarnung“ bedeutet. Nach einer fünfminütigen Pause folgt ab 11:06 Uhr ein einminütiger auf- und abschwellender Heulton als Warnsignal. Nach einer weiteren fünfminütigen Pause schließt um 11:12 Uhr ein einminütiger Entwarnungsdauerton den Probealarm ab.

Weitere Informationen sind unter https://www.warnung.bund.de abrufbar. Die Bürgerinnen und Bürger können ihren Eindruck zum Sirenen-Probealarm außerdem über die App „GE-meldet“ übermitteln. Zusätzlich führt der Bund wieder eine großangelegte Bevölkerungsumfrage durch, die unter www.warntag-umfrage.de erreichbar ist.

Neue Reihe „Silent Reading“ in der Stadtbibliothek

Die Stadtbibliothek startet die Reihe „Silent Reading“ in der Zentralbibliothek im Bildungszentrum an der Ebertstraße 19 in Gelsenkirchen. Der Auftakt ist am Mittwoch, 16. September, jeweils von 19 bis 21 Uhr.

Das Angebot richtet sich an Menschen, die in ruhiger Atmosphäre lesen möchten. Vorgesehen ist eine stille Stunde für das eigene Buch, ohne Ablenkung und ohne Zeitdruck. Gelesen werden kann Roman, Kurzgeschichte, Sachbuch oder Zeitung.

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