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Hilden plant nachhaltigen Ersatz für Containeranlage an der Beethovenstraße

Stadtverwaltung sieht keine langfristige Lösung im bestehenden Bestand und setzt kurzfristig auf Begleitung der Schädlingsbekämpfung sowie Beobachtung der Raumnutzbarkeit.

Von Redaktion Hilden11.09.26, 18:14

Verwaltung hält bestehende Containeranlage an der Beethovenstraße für keine langfristige Lösung

Die Verwaltung der Stadt Hilden hat eine Anfrage der Ratsfraktionen von SPD und Bündnis 90/Die Grünen zur Situation der Schullandschaft an der Beethovenstraße beantwortet. Anlass sind die dort vorwiegend in der Nachmittagszeit von OGS und VGS genutzten Container-Bauten sowie die noch ausstehende Umsetzung des Konzepts für das Haus des Lernens.

Nach Angaben der Verwaltung ist die bestehende Containeranlage wegen ihres Alters und ihres baulichen Zustands als langfristige Lösung nicht mehr haltbar. Genannt werden insbesondere die bauphysikalischen Eigenschaften sowie wiederkehrende Probleme mit Schädlingsbefall, die die Nutzung beeinträchtigen. Eine kurzfristige vollständige Erneuerung als eigenständige Interimslösung hält die Verwaltung im Hinblick auf die vom Rat beschlossene bauliche Erweiterung der Schulgebäude jedoch nicht für wirtschaftlich und notwendig.

Geplante dauerhafte bauliche Lösung

Statt einer neuen Containeranlage ist vorgesehen, die bestehende Anlage im Rahmen der geplanten baulichen Erweiterung der Schule durch eine nachhaltige bauliche Lösung zu ersetzen. Die Verwaltung bereitet dafür nach eigenen Angaben derzeit die Ausschreibung der erforderlichen Planungsleistungen vor.

Für den Übergang sieht die Verwaltung aktuell keinen kurzfristigen Ersatz der Gebäude als notwendig an. Gleichzeitig verweist sie darauf, dass die Bauten wegen ihres Zustands, der mangelhaften Isolierung und des Schädlingsbefalls zwar belastend seien, aber derzeit für den Nutzungszweck noch angemessen genutzt werden könnten. Die Nutzbarkeit der Räume werde fortlaufend beobachtet. Falls einzelne Räume wegen konkreter Mängel nicht mehr nutzbar seien, sollen kurzfristige Alternativen im Einzelfall geprüft werden.

Hinweise auf Feuchtigkeit und Raumklima

Der Verwaltung sind Hinweise auf ein feuchtes beziehungsweise klammes Raumklima bekannt. Eine konkret gesundheitlich relevante Belastung der Raumluft wurde nach Angaben der Verwaltung bei einem Ortstermin im Jahr 2025 durch einen hinzugezogenen Experten nicht festgestellt. Ein typischer Fremdgeruch sei dabei auf Zersetzungsprodukte von Konservierungsmitteln zurückgeführt worden, die bei der Herstellung der in den Wänden und Böden verbauten Holzwerkstoffplatten eingesetzt wurden. Nach Einschätzung des Experten sei dieser Geruch nicht mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen verbunden gewesen.

Hinweise auf einen konkreten Feuchteschaden oder eine daraus resultierende gesundheitliche Gefährdung liegen der Verwaltung derzeit nicht vor. Gleichwohl will sie die Situation wegen der wiederkehrenden Hinweise auf Feuchtigkeit und des damit verbundenen subjektiven Belastungsempfindens weiter beobachten. Sollte sich ein konkreter Verdacht auf einen Feuchteschaden ergeben, soll eine fachliche Überprüfung veranlasst werden.

Schädlingsbefall und Austausch mit der Schulleitung

Den wiederkehrenden Ameisenbefall bekämpft die Verwaltung regelmäßig durch einen Fachbetrieb. Die aktuell erforderlichen Maßnahmen zur Schädlingsbekämpfung seien bereits eingeleitet worden beziehungsweise würden fortgeführt.

Außerdem steht die Verwaltung nach eigenen Angaben in regelmäßigem Austausch mit der Schulleitung. Aus deren Rückmeldungen ergeben sich demnach Unterstützungsbedarfe vor allem beim wiederkehrenden Schädlingsbefall, bei der klimatischen und bauphysikalischen Situation der Container sowie bei der Sicherstellung ausreichender Räume für die OGS und die Kleingruppen.

Kurzfristig will die Verwaltung insbesondere die Schädlingsbekämpfung weiter begleiten und erforderliche Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der Nutzbarkeit der Räume veranlassen. Zudem wird geprüft, ob sich einzelne kurzfristige Verbesserungen an der bestehenden Anlage umsetzen lassen. Eine vollständige bauliche Sanierung der bestehenden Container wird nicht weiterverfolgt.

Keine zusätzliche Übergangslösung vorgesehen

Eine zusätzliche Übergangslösung, etwa durch weitere Mietcontainer, ist nach Angaben der Verwaltung derzeit nicht vorgesehen. Die personellen und finanziellen Ressourcen sollen stattdessen auf die Planung und Umsetzung der vorgesehenen baulichen Erweiterung der Schule sowie den dauerhaften Ersatz der bestehenden Containeranlage konzentriert werden.

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