Lünens Kinderschutzkonferenz rückt sexualisierte Gewalt in den Fokus

Die Kinderschutzkonferenz Lünen befasste sich am 7. Oktober mit Prävention, Opferschutz und verlässlicher Unterstützung bei sexualisierter Gewalt.

Von Redaktion Lünen1 Min. Lesezeit
Die diesjährige Kinderschutzkonferenz Lünen hat sich intensiv mit dem Schutz junger Menschen vor sexualisierter Gewalt beschäftigt.

Foto: Stadt Lünen

Foto: Stadt Lünen

Wie können junge Menschen besser vor sexualisierter Gewalt geschützt und Betroffene verlässlich unterstützt werden? Mit diesen Fragen befasste sich die diesjährige Kinderschutzkonferenz Lünen am 7. Oktober im Lüner Kultur- und Aktionszentrum (Lükaz). Die Veranstaltung unter dem Leitgedanken „#Lünen_sieht hin! – Stark sein gegen sexualisierte Gewalt an jungen Menschen“ war vollständig ausgebucht.

Im Mittelpunkt standen unterschiedliche Perspektiven auf Prävention, Aufarbeitung, Opferschutz und Unterstützung. Volker Schattenberg von der Brücke sprach in seinem Vortrag „Opfergerechte Täter“ darüber, wie mit Tätern gearbeitet werden kann, ohne den Schutz und die Perspektive der Betroffenen aus dem Blick zu verlieren.

Jonathan Drefs und Theresa Fischer vom Verein EndTheSilence berichteten in ihrem Beitrag „Erfahrungsberichte und Perspektiven von Betroffenen sexualisierter Gewalt“ von eigenen Missbrauchserfahrungen und individuellen Heilungsprozessen. Ihr Beitrag stellte die Sicht Betroffener in den Mittelpunkt und betonte die Bedeutung von Zuhören, Verständnis und verlässlicher Unterstützung.

Die Schirmherrschaft hatte Dr. Nicolas Apitzsch, Dezernent der Stadt Lünen, übernommen. Er sagte: „Kinderschutz ist eine der wichtigsten Aufgaben unserer Gesellschaft. Kinder und junge Menschen müssen sicher aufwachsen können. Dieses Recht zu verwirklichen, gelingt nur gemeinsam.“

Matthias Kossow, Koordinator für Kinderschutz und Organisator der Konferenz, sowie Lea Zindel, Koordinatorin für die Projekte „Lünen bewegt Bildung“ und „Kinderstark“, stellten den Bezug zu kommunalen Angeboten und Projekten her. Kossow sagte: „Ich glaube, guter Kinderschutz gelingt dort, wo wir wache, aufmerksame Erwachsene und starke, selbstbewusste junge Menschen haben.“ Zugleich müsse jungen Menschen zugehört werden, auch wenn ihre Aussagen unbequem seien, sagte er.

Die Konferenz unterstrich die gemeinsame Verantwortung für Kinderschutz und die Bedeutung von Unterstützungsangeboten, die sich an den Bedürfnissen Betroffener orientieren.

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