Witten stellt zwei Flächen für artenreiche Stadtwiesen bereit

Wie lassen sich kleine städtische Rasenflächen in artenreiche Wiesen verwandeln? Das untersuchen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Ruhr-Universität Bochum sowie der Universitäten Bielefeld und Münster im Projekt „Multifunktionale Grüne Städte der Zukunft“.
Witten stellt dafür zwei Flächen zur Verfügung: eine Wiese in der Nähe der Bahngleise im Stadtpark und eine Wiese am Bürgertreff Stockum. Das städtische Betriebsamt begleitet das auf drei Jahre angelegte Projekt. Insgesamt nehmen die Forschenden 36 jeweils 120 Quadratmeter große städtische Rasenflächen in 17 Kommunen in Nordrhein-Westfalen in den Blick.
Weniger Mahd, mehr Pflanzenarten
Die Untersuchungsflächen werden derzeit angelegt und mit artenreichem Saatgut eingesät. Die bisher kurz gemähten Rasenflächen sollen künftig seltener gemäht und mit weiteren Pflanzenarten angereichert werden. Anschließend untersuchen die Forschenden die Entwicklung von Pflanzen und Insekten sowie Merkmale des Bodens.
Im Mittelpunkt steht auch, wie sich die veränderten Flächen auf die Biodiversität und sogenannte Ökosystemleistungen auswirken. Dazu zählen etwa ein kühlender Effekt im Sommer, eine Verbesserung der Luftqualität und Möglichkeiten zur Naherholung. Das Projekt soll zudem zeigen, welche ökologischen Verbesserungen sich mit vergleichsweise einfachen und kostengünstigen Maßnahmen erreichen lassen.
Das Vorhaben wird von der Stiftung Zukunft NRW gefördert und läuft bis Juni 2029. Weitere Informationen veröffentlicht das Projekt auf seiner Website.